Motivation
In den Jahren nach Australien kamen viele Dinge anders als gedacht, anders als erwartet… Für mich persönlich war es ein harter Kampf, an der Stelle zu sein, wo ich jetzt bin.
„Ich verstehe es nicht, Anne. Du warst so voller Träume – wo sind sie alle hin?“ Mit dieser Frage provozierte mich mein Vater Anfang 2010 als ich an einem Tiefpunkt in meinem Leben angekommen war. Und er hatte Recht…
Ich glaubte gefangen zu sein in einer Gesellschaft in deren Strom ich schon längst nicht mehr einfach so mit schwimmen wollte. Aber mein Ego hielt fest daran, den Anforderungen des täglichen Lebens hier nachzukommen und den immer größer werdenden Leistungsdruck gerecht zu werden.
„Worin siehst du denn deine Alternativen?“, „Wovon willst du leben?“ Das sind Fragen, die mir fast immer zuerst gestellt werden, wenn ich jemanden von meinen Plänen berichte.
Jetzt endlich bin ich soweit eine Antwort zu geben: Ich habe Hunger! Hunger nach LEBEN.
Ich bin bereit meiner inneren Stimme, meiner Seele, meinem höheren Selbst zu folgen.

Dank meiner Eltern bin ich bereits als Kind ständig draußen gewesen und durfte in Mitten der Schönheit der Natur unserer Erde aufwachsen. Ich liebe die Einfachheit im Leben, denn dann habe ich das Gefühl ganz nah da zu sein, wo wir ursprünglich her gekommen sind.
Ich bin ein Teil dieser Welt und das möchte ich erleben, spüren, anfassen…
Ich möchte mit der Natur verschmelzen, den verschiedenen Lebewesen in ihren natürlichen Lebensräumen begegnen – Tieren wie Menschen.
Die Erde ist voller Wunder. Ich möchte die Kräfte fühlen, die mich umgeben, den Schönheiten begegnen, lieben, mein Selbst erkennen und leben. Gleichzeitig habe ich jedoch auch den Anspruch, das alles aus eigener Kraft heraus zu tun und zu erleben. Daher fiel meine Wahl von Anfang an auf das Fahrrad.
‚My spirit soul’ ist der Weg zu mir und dem Verständnis meiner selbst in dieser Welt mit ihren vielschichtigen Flechtwerken. Ich habe mich auf den Weg gemacht; einen anderen Weg als den, den ich bisher gegangen bin. Ich habe mich dafür entschieden, das Leben nach dem Kriterium der Liebe zu leben und nicht anhand von Reichtum, Positionen und Materiellen zu bewerten. Damit verliert zum einen das Geld an Bedeutung und es wächst die Erkenntnis, dass Liebe nicht in unserem Gehirn stattfindet. Es ist das, woraus wir gemacht sind. Jeder einzelne von uns besteht daraus. Ich lebe in Demut, weil ich erfahren durfte, dass es etwas Höheres gibt. Und das ist mein kleiner Diamant, den ich gefunden habe. Es ist ein Rohstein, der nun von mir mit viel Liebe geschliffen wird.
Manche mögen es Flucht nennen. Für viele gehe ich auf Reise.
Ich selbst bezeichne es als Exkursion. Es ist ein Ausflug, der einen Anfang und eine Zielstellung hat; das Ende bleibt offen…
Deepak Chopra
