Halbzeit
Die Zeit fliegt.
Fünf Wochen „Inselleben“ sind bereits vorüber. Fünf turbulente und aufregende Wochen in jeglicher Hinsicht.
Aber eine Sache gebe ich zu: hat es sich in der ersten Woche manchmal noch wie Urlaub machen angefühlt, so wurde diese Empfindung doch ganz schnell abgelöst von physischer und psychischer Ermüdung… Und daran wird sich wohl auch bis zum Ende nicht viel ändern. Es ist ein Job, der sich nur schwer vergleichen lässt. Feierabend gibt es erst, wenn ich die Tür zu meinem Zimmer nachts schließe.
An meinem Wochenprogramm hat sich nicht viel geändert: aufstehen, biken gehen, Räder putzen und warten, Yoga- und Entspannungskurse geben und nach dem Essen geht es nahtlos zum Abendprogramm über. Auch in einem solchen Job stellt sich nach und nach eine eigenwillige Form der Routine ein.
Nächte mit mehr als 6 Stunden Schlaf sind Luxus. Da kommt mir mein freier Tag in der Woche häufig wie ein Weihnachtsgeschenk mit roter Schleife vor.
Und nachdem die Wunden meiner Begegnung mit dem sardischen Schotter nun mittlerweile auch wieder abgeheilt sind, nutze ich die Zeit für mich zum tauchen, wandern oder um eine der zahlreichen Höhlen hier zu besichtigen. Dennoch werde ich mit Sicherheit noch mal wieder kommen, weil diese Insel einfach eine unglaubliche Vielfalt von Natur und Erlebnissen zu bieten hat, wofür diesmal leider keine Zeit bleibt.
In der zweiten Woche, habe ich einen etwas unglücklichen Abstieg vom Rad gewählt und musste neben Schürfwunden an Bein und Hand, meinen rechten Unterarm mit ein paar Stichen nähen lassen. Ein kleines Andenken wird wohl bleiben…
Der Job und mein Aufenthalt hier auf Sardinien lehren mich sehr. Ich lerne unheimlich viel über mich selbst, entdecke neue Seiten an mir und an meinem Leben. Aber vor allem die Begegnungen mit den Gästen und anderen Menschen hier, sind sehr prägsam. Ich freue mich schon sehr darauf, euch bald von einem tollen Projekt zu berichten!!!
Ich möchte keine falsche Botschaft aussenden, aber wenn ich eine der wenigen ruhigen Minuten finde, dann besinne ich mich so langsam aber sicher auf das, was nunmehr in bereits wenigen Wochen vor mir liegt und meine Freude ist kaum zu zügeln…
A dopo!
